30. Apr 2007 09:22, ergänzt 13:16
Die IG Metall will «angemessen» an den Gewinnen der Unternehmen beteiligt werden. Einmalzahlungen seien «nur ein Sahnehäubchen» und kein Ersatz für Lohnerhöhungen.
Nach Angaben der IG Metall protestierten mindestens 600 Mitarbeiter des Autobauers DaimlerChrysler im Düsseldorfer Transporter-Werk. Im DaimlerChrysler-Werk Rastatt beteiligten sich nach den Angaben bereits in der Nacht mindestens 800 Werksangestellte an dem kurzzeitigen Streik. Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Fahnen verlangten sie von den Arbeitgebern ein verbessertes Angebot. In Duisburg legten am Montagvormittag rund 300 Beschäftigte von Siemens und der Grillo-Metallwerke für zwei Stunden die Arbeit nieder. Aktionen waren auch bei Piron in Bocholt sowie bei der Krefelder TRW geplant. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent. Das Angebot der Arbeitgeber lag bis zuletzt bei 2,5 Prozent und einem einmaligen Konjunkturbonus von 0,5 Prozent.
Warnstreiks gab es auch in Hessen und Niedersachsen. So waren auch Betriebe in Braunschweig, Celle, Göttingen und Goslar betroffen. Für die Nacht zum 1. Mai kündigte die Gewerkschaft erste Warnstreiks in Bayern an.