23.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Demonstranten der IG Metall fordern 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ohne Annäherung haben Arbeitgeber und Gewerkschaft ihre Tarifverhandlung in der bayerischen Metallindustrie beendet. Alles läuft jetzt auf Warnstreiks hinaus.
In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie drohen ab kommender Woche Warnstreiks. Vertreter von IG Metall und Arbeitgeberverband trennten sich am Montag nach der dritten Tarifrunde in München ohne Ergebnis und ohne einen neuen Termin für weitere Gespräche zu vereinbaren.
Beide Seiten warfen sich im Anschluss an die nur rund einstündigen Gespräche Bewegungsunfähigkeit bei ihren Positionen vor. «Es macht momentan keinen Sinn weiterzuverhandeln», sagte IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer. «Die Arbeitgeber waren an keiner Stelle bereit, von ihrem vorliegenden Angebot abzuweichen.» Auf der Arbeitgeberseite warf Verhandlungsführer Helmut Keese seinerseits der Gewerkschaft mangelnde Kompromissbereitschaft vor.
«Die IG Metall ist von ihren Maximalforderungen nicht abgegangen», kritisierte Keese. Die Gewerkschaft habe die Gelegenheit nicht wahrgenommen, näher auf das im März vorgelegte Angebot von insgesamt drei Prozent mehr Lohn einzugehen und eine Kompromisslinie aufzuzeigen. Vor einem neuen Verhandlungstermin würden nun beide Seiten die Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen und dem Südwesten abwarten, sagte Keese.
Die IG Metall fordert die rund 710.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht eine lineare Erhöhung der Einkommen um 2,5 Prozent und einen «Konjunkturbonus» in Höhe von 0,5 Prozent vor.
Neugebauer kündigte die ersten Warnstreiks in Bayern für den 1. Mai an. Nach dem Tag der Arbeit werde die IG Metall deshalb mit Warnstreiks von rund 100.000 Beschäftigten «in die Vollen gehen», kündigte der IG-Metall-Bezirksleiter an. Die Friedenspflicht läuft am 28. April ab. (nz/AP)