22.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Eine Familie in der Idealsituation - beim Erholen
Foto: dpa/gms
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Studie bestätigt, dass die Deutschen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein großes Problem haben. Aber sie stehen damit in Europa nicht allein da.
Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf schneidet Deutschland neben südeuropäischen Staaten nach einer neuen Studie schlecht ab. Im internationalen Vergleich bilde Deutschland zusammen mit Spanien, Griechenland und Italien das Schlusslicht sowohl bei der Geburtenrate als auch beim Beschäftigtenanteil der Mütter mit Kindern unter fünf Jahren, teilte die Bertelsmann-Stiftung am Sonntag in Gütersloh mit. Die aktuelle Studie «Vereinbarkeit von Familie und Beruf im internationalen Vergleich» sei gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium in Auftrag gegeben worden.
Während in Portugal, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich und Großbritannien über 60 Prozent der Mütter mit Kleinkindern einem Beruf nachgingen, seien in Deutschland lediglich 44,3 Prozent und 37,1 Prozent der allein erziehenden Mütter erwerbstätig, heißt es in der Studie. Deshalb sei der Aufbau von Dienstleistungen, die Familien unterstützten, sowie eines ausreichenden und qualitativ hochwertigen Angebotes an Kinderbetreuung notwendig.
Mit einer Betreuungsquote von weniger als zehn Prozent der unter Dreijährigen liege Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück. (epd)