Peters rechnet mit Zuspitzung im Tarifkonflikt
In der kommenden Woche werden die Verhandlungen in den einzelnen Tarifbezirken fortgesetzt. Die IG Metall hat bereits massive Warnstreiks angekündigt, sollte es bis zum Ende der Friedenspflicht nicht zu einem Ergebnis kommen. Der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine bezeichnete das derzeitige Angebot der Arbeitgeber als «mickrig».
Meine, der am kommenden Freitag in der vierten Runde für die Metallindustrie in Niedersachsen verhandelt, drohte mit «flächendeckenden Warnstreiks» für den Fall, dass es dann kein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber gibt. Auch der Gewerkschaftsvorsitzende forderte die Arbeitgeber auf, ihr Angebot deutlich zu verbessern.
Die IG Metall sei in allen Phasen der Tarifrunde abschlussbereit, betonte Peters. Die vollmundigen Erklärungen von Gesamtmetall zur eigenen Kompromissbereitschaft stünden aber «nicht auf einem realistischen Boden in den eigenen Reihen». Den Arbeitgebern fehle es an Einigkeit. Deswegen hätten sie auch die dritte Runde nicht genutzt, um zu einer Annäherung zu kommen und eine Einigung noch innerhalb der Friedenspflicht vorzubereiten.
Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels etwa bei Ingenieuren forderte Peters die Unternehmen ferner dazu auf, mehr auszubilden und die Weiterbildung zu forcieren. Der Fachkräftemangel sei auch auf Versäumnisse der Wirtschaft bei der Aus- und Weiterbildung zurückzuführen. Statt «Krokodilstränen zu vergießen», müssten die Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden. (nz/dpa/AP)

