13. Mrz 2007 16:39
Dass Langzeitarbeitslose zum Umzug gezwungen werden können, lässt die Mieten offenbar in die Höhe schnellen. In NRW wurden Preissteigerungen von bis zu elf Prozent verzeichnet.
Der Umzug von Langzeitarbeitslosen in kleinere Wohnungen spart nicht Geld – langfristig kommt das eher teuer. Die erhöhte Nachfrage lasse die Preise von kleinen und billigen Wohnungen ansteigen, teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) unter Berufung auf eine Marktübersicht für Nordrhein-Westfalen am Dienstag in Dortmund mit. Demnach sind im vergangenen Jahr in mehreren Städten die Kaltmieten für einfach ausgestattete Wohnungen auf Jahressicht um sieben bis elf Prozent angestiegen. Der Grund: Viele Empfänger von Arbeitslosengeld II mussten in kleinere Wohnungen umziehen.In Großstädten konkurrierten die Arbeitslosen mit Studenten, die ebenfalls kleinere Wohnungen in einfachen Lagen suchten, interpretierte der IVD die Daten. Im Gegensatz zu der großen Nachfrage in den Städten sei in ländlichen Regionen das geringere Angebot an Mietwohnungen problematisch. Dort lebe man eher im Eigenheim. Insgesamt sind laut IVD die Preise für Wohnimmobilien in dem Bundesland in den vergangenen zwölf Monaten überwiegend konstant geblieben. (nz)