netzeitung.deBetriebe stellen Azubis noch bis Jahresende ein

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Auszubildender am Arbeitsplatz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auszubildender am Arbeitsplatz
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auch nach dem Start des Ausbildungsjahres müssen Jugendliche die Hoffnung auf eine Lehrstelle noch nicht aufgeben. In den letzten Monaten des Jahres gebe es noch viel Bewegung.

Junge Bewerber haben auch nach dem Start des Ausbildungsjahres noch die Chance, eine Lehrstelle zu finden. «Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass in den letzten Monaten des Jahres noch viel Bewegung da ist», sagt Tanja Nackmayr von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin. Bis Ende Dezember und manchmal darüber hinaus stellten manche Betriebe noch Bewerber ein.

Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren von den Jugendlichen, die bis zum Start des Ausbildungsjahres 2005 noch keine Lehrstelle gefunden hatten, immerhin 21 Prozent bis Januar 2006 doch noch untergekommen. Im Jahr davor waren es mit 20 Prozent etwas weniger gewesen.

Über Langzeitpraktikum in den Job
Ausbildungsplatz- Suchende sollten allerdings bei der BA gemeldet sein. Nur dann ist die Teilnahme an deren Nachvermittlungsverfahren möglich. Dabei werden bisher erfolglose Bewerber zu einem Beratungsgespräch eingeladen. In dem Gespräch wird auch festgestellt, ob für den Jugendlichen das so genannte Förderprogramm EQT (Einstiegsqualifizierung für Jugendliche) in Betracht kommt. Das Programm ermöglich ein sechs- bis zwölfmonatiges «Langzeitpraktikum» in einem Betrieb.

«Man wird dabei an eine Ausbildung herangeführt und kann zum Beispiel in einen Beruf hineinschnuppern, an den man zunächst gar nicht gedacht hatte», sagt Tanja Nackmayr. Im Gegensatz zu «normalen» Praktika, die oft unentgeltlich absolviert werden, ist den Teilnehmer eine geringe Vergütung von maximal 192 Euro sicher.

BA bietet zahlreiche Fördermöglichkeiten
Das EQJ scheint sich zu bewähren: «Im ersten Jahr haben 60 Prozent der Teilnehmer anschließend eine Ausbildung begonnen», sagt Tanja Nackmayr. Nach BA-Angaben kann das Langzeitpraktikum auf eine anschließende Lehre angerechnet werden, allerdings sind die Betriebe dazu nicht verpflichtet.

Neben dem EQJ gibt es auch noch andere Fördermöglichkeiten. So bietet die BA für Jungen und Mädchen mit grundlegenden Wissenslücken die so genannte Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. Jugendliche sollten sich bei ihrer Arbeitsagentur vor Ort informieren, empfiehlt Nackmayr. (nz)