netzeitung.deVerdi warnt vor Einkauf am Sonntag

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Kunden vor Schaufenster (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kunden vor Schaufenster
Foto: dpa
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Das gesellschaftliche Leben würde sich durch eine Freigabe des Ladenschlusses auch an Sonn- und Feiertagen deutlich verändern, warnt die Gewerkschaft Verdi. Die meisten Bundesländer wollen so weit ohnehin nicht gehen.

Im Kampf gegen eine komplette Freigabe der Ladenschlusszeiten – also auch an Sonn- und Feiertagen – warnt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor spürbaren Veränderungen im gesellschaftlichen Leben. Wenn der Sonntag zum Einkauf genutzt werden könnte, hätte das nicht nur Folgen für die Beschäftigten - auch für Familie und Freunde bliebe weniger Zeit, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane am Freitag in Berlin.
Sorge um Mittelstand
Der Bund hatte im Zuge der Föderalismusreform Anfang Juli den Ländern die Zuständigkeit für den Ladenschluss übertragen. Die Mehrheit der Länder strebt die komplette Freigabe der Ladenschlusszeiten zum 1. Januar an - allerdings nur an Werktagen. Das bisher gültige bundesweite Ladenschlussgesetz erlaubt lediglich Öffnungszeiten zwischen 6.00 und 20.00 Uhr.

Verdi spricht sich auch gegen eine verlängerte Öffnung der Geschäfte an Werktagen nach 20.00 Uhr sowie gegen die Öffnung an Sonn- und Feiertagen aus. Längere Öffnungszeiten seien ein Instrument der großen Einzelhandelsunternehmen im scharfen Verdrängungswettbewerb, warnte Mönig-Raane. Mittelständische Firmen würden dabei nur verlieren. Zudem befürchtet Verdi Auswirkungen auf die Tarifpolitik. (nz)