30.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Homepage von Myspace
Foto: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Angesichts der starken Nachfrage nach Online-Werbung könnten viele neue Portale rasch schwarze Zahlen schreiben. Das verhindert aber der Mangel an erfahrenen Technikern.
Der Markt für Internet-Werbung könnte noch schneller wachsen, wenn es genug qualifizierte Fachkräfte gäbe. Wie zu Zeiten des Internet-Booms Ende der 90er-Jahre sucht die Branche händeringend nach neuen Mitarbeitern: «Es gibt zu wenige Talente da draußen», sagte ein früherer Branchenmanager der «Financial Times». Gesucht seien Mitarbeiter, die Werbeinhalte erstellen, verkaufen und bewerten.
Bisher ist der Anteil der Werbeausgaben für das Internet noch recht gering. Für das Jahr 2006 schätzen Experten die Werbeausgaben in den USA auf 292 Milliarden Dollar für das Fernsehen - ins Internet fließen nur rund 16 Milliarden Dollar. Aber das Netz holt auf: Laut «Financial Times» wächst der Markt für Internet-Werbung um 35 Prozent pro Jahr so schnell wie bei keinem anderen Medium.
Neue Internet-Portale sind der Renner Das große Wachstum führen Experten auf schnellere Internet-Zugänge und neue interaktive Portale wie Myspace oder Youtube zurück. Viele solcher Social Networks wurden erst vor kurzem gegründet, gehören aber bereits zu den populärsten Seiten im Netz. Sie setzen auf von den Nutzern erstellte Inhalte - Fachleute sprechen von user-generated content - und finanzieren sich über Werbung.
Damit könnten sie angesichts der hohen Wachstumstraten zwar rasch Gewinne abwerfen. Ausgerechnet für diese neuen Techniken um user-generated content fehlen aber die Fachkräfte, wie ein weiterer Branchenvertreter in dem britischen Wirtschaftsblatt klagte. (nz)