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Lupe Hartz-Betroffene sollen Bahnen überwachen

Verkehrsminister Tiefensee schlägt vor, dass ALG-II-Bezieher als Patrouillen in Bussen und Bahnen einzusetzen. Die FDP nannte den Plan «populistischen Quatsch».

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass Langzeitarbeitslose als unbewaffnete Patrouillen im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden.

«Wir suchen immer nach Möglichkeiten für gemeinnützige Arbeiten, die Empfänger staatlicher Unterstützung leisten können. Warum soll es nicht Leute geben, die in Bussen oder Straßenbahnen nach dem Rechten sehen? Das würde kaum zusätzliche Kosten verursachen, aber die Sicherheit und den Service erhöhen», sagte Tiefensee dem Magazin «Focus».

Die Liberalen kritisierten den Vorstoß des SPD-Politikers. Es handele sich um «populistischen Quatsch», sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel der Zeitung «B.Z.». «Die Leute sind dafür nicht ausgebildet und werden sich und andere dabei eher selbst gefährden», sagte er. «Ich kann mir da nur Ausnahmefälle vorstellen, wenn Hartz-IV-Empfänger eine Qualifikation dafür aus ihrem Beruf schon mitbringen.» (nz)