netzeitung.deMetallindustrie baut Arbeitsplätze auf

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Heike Maria Kunstmann (Foto: Gesamtmetall<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Heike Maria Kunstmann
Foto: Gesamtmetall
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der jahrelange Stellenabbau in der Metall- und Elektrobranche ist offenbar gestoppt. Für das kommende Jahr befürchtet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall aber eine Abflachung der Konjunktur.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie hat erstmals seit Jahren wieder Arbeitsplätze aufgebaut. Im Juni zählte die hiesige Branche 3,41 Millionen Beschäftigte, das waren 10.000 mehr als vor einem Jahr, wie der «Tagesspiegel» berichtete. «Es freut mich ganz besonders, dass sich bei uns die Beschäftigung jetzt nachhaltig stabilisiert», sagte die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Heike Maria Kunstmann, der Zeitung.

Besonders bemerkenswert sei, dass von den 10.000 neuen Arbeitsplätzen rund 7000 auf die ostdeutsche Metall- und Elektroindustrie entfallen. Dort arbeiten nun 372.000 Menschen in der Branche, im Westen sind es mehr als drei Millionen. Allerdings befürchtet Kunstmann eine Abschwächung der Wachstumsdynamik: «Im zweiten Quartal waren die Auftragseingänge rückläufig, vermutlich flacht deshalb 2007 die Konjunktur ab.»

IG Metall will deutlich mehr Geld
Im Juli hatte die deutsche Elektroindustrie wegen eines starken In- und Auslandsgeschäftes ihre Umsatzprognose für dieses Jahr auf ein Plus von fünf Prozent deutlich angehoben. Schon damals warnte der Branchenverband ZVEI, dass sich das Wachstum im kommenden Jahr wegen der internationalen Konjunkturabkühlung und der Erhöhung der Mehrwertsteuer abflachen werde.

Die IG Metall strebt in der kommenden Tarifrunde Anfang 2007 eine deutliche Lohnsteigerung an. Für die Stahlindustrie hat die Gewerkschaft kürzlich eine Forderung von sieben Prozent beschlossen – für Gesamtmetall ist das aber keine Richtgröße für die eigene Branche, wie Kunstmann betonte. So habe die Stahlindustrie im zweiten Quartal ihre Erzeugerpreise um 11,6 Prozent erhöhen können, in der Metallindustrie sei dagegen nur eine Erhöhung um 2,3 Prozent möglich gewesen. (nz)