netzeitung.deTrotz Aufschwung weniger Jobs in der Industrie

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Beschäftigter in der Metall- Industrie (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Beschäftigter in der Metall- Industrie
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ungeachtet der konjunkturellen Erholung geht der Stellenabbau in der deutschen Industrie weiter. Zugleich setzten die Betriebe im ersten Halbjahr fast sieben Prozent mehr um.

In der deutschen Industrie sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres trotz steigender Umsätze erneut Arbeitsplätze abgebaut worden. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sank die Zahl der Beschäftigten bis Ende Juni um ein Prozent auf 5,86 Millionen.

Im gleichen Zeitraum steigerten die Betriebe des Bergbaus und des Verarbeitenden Gewerbes mit mehr als 20 Beschäftigten den Umsatz um 6,8 Prozent auf knapp 771 Milliarden Euro. Dabei legte vor allem der Auslandsumsatz deutlich um elf Prozent auf 326 Milliarden Euro zu. Im Inland erwirtschafteten die Unternehmen dank anziehender Konjunktur ein Plus von vier Prozent.

Weniger Arbeitstage im Juni
Auf Monatssicht schwächte sich das Umsatzwachstum im Juni ab. Der Gesamterlös stieg im Vergleich zum Juni 2005 um 1,1 Prozent. Die Statistiker führten dies unter anderem darauf zurück, dass der Berichtsmonat zwei Arbeitstage weniger hatte als der Vorjahresmonat, Die Zahl der Mitarbeiter fiel leicht um 0,4 Prozent. Die Lohn- und Gehaltssumme betrug 20,3 Milliarden Euro. Das sei ein Plus von 2,5 Prozent.

Branchenbezogen verzeichneten vor allem die Metallindustrie mit einen Umsatzplus von 16 Prozent und die Elektrizitätserzeugung mit knapp sieben Prozent besonders starke Zuwächse. (nz)