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Lupe 4,6 Millionen Arbeitslose erwartet

Die Erwerbslosigkeit wird nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr weniger stark sinken als bislang erhofft.

Die Bundesregierung schätzt die Entwicklung am Arbeitsmarkt im laufenden Jahr pessimistischer ein als zunächst angenommen. Das berichtete die «Financial Times Deutschland» am Montagabend unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Regierung gehe nun davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2006 um etwa 270.000 auf knapp 4,6 Millionen gegenüber dem Vorjahr sinken werde, hieß es. Das werde das so genannte Wirtschaftskabinett am Mittwoch beschließen. Diesem gehören Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsministerium an.

Wachstumsprognose festgelegt
Im bisher vorliegenden Entwurf für den Jahreswirtschaftsbericht 2006 war die Regierung zunächst noch etwas optimistischer gewesen: Demnach sollte die Arbeitslosenzahl um etwa 350.000 gegenüber dem Vorjahr auf 4,512 Millionen im Jahresdurchschnitt abnehmen.

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hätten sich zudem auf die offizielle Wachstumsprognose für 2006 geeinigt, hieß es weiter. Demnach gehe die Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht von einem Wachstum in Höhe von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. (nz)