14.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Gesamtmetall-Chef Kannegiesser hat die Gewerkschaften eindringlich vor Arbeitsniederlegungen gewarnt. Die Lohnforderungen der IG Metall seien ein «schlechtes Zeichen» für den Standort.
Kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, vor einem Arbeitskampf gewarnt gewarnt. «Natürlich kann man durch Streiks große Teile unserer Industrie erst einmal lahm legen. Aber keine Belegschaft macht sich durch Streiks attraktiver», sagte er der «Bild am Sonntag».
«Immer mehr Arbeitnehmer erkennen, wie durch Streiks ihre Arbeitsplätze gefährdet werden», fügte er hinzu. Die Forderung der IG Metall von fünf Prozent mehr Lohn für die etwa 3,5 Millionen Beschäftigten der Branche lehnte Kannegiesser ab: «Ein Lohnaufschlag von fünf Prozent wäre ein schlechtes Zeichen für unseren Standort. Wir müssen Arbeit in Deutschland halten. Unter den Industrieländern haben wir nach wie vor die höchsten Arbeitskosten und die kürzesten Arbeitszeiten. An vielen Plätzen der Welt wird also billiger, aber mit vergleichbarer Qualität produziert.
Viel zu hohe Lohnforderung Die Tarifparteien müssen die Verhandlungen bis Mitte Februar aufnehmen. Kannegiesser hatte die Forderungen der Gewerkschaft bereits zuvor als zu hoch zurückgewiesen. Seiner Ansicht nach ist nur ein Lohnzuwachs von 0,7 Prozent möglich. (nz)