01. Jan 2006 09:40
Arbeitgeber-Präsident Hundt ist der Ansicht, dass die Bundesbürger zu wenig arbeiten. Deutschland könne mit konkurrierenden Ländern nicht mithalten.
«Wir arbeiten in Deutschland insgesamt zu wenig, deutlich weniger als alle Länder, mit denen wir auf den Weltmärkten im Wettbewerb liegen», sagte Hundt im Interview der Woche des Deutschlandfunks. In welche Form mehr gearbeitet werden sollte, dazu seien unterschiedliche Modelle und Wege möglich. «Aber wir müssen im Endeffekt zu längerer Arbeitszeit, entsprechend der jeweiligen Auftragslage der Unternehmen, kommen».
Mit Blick auf die bevorstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie fordert Hundt die IG Metall zu betriebsbezogenen Lösungen auf. Es gebe tatsächlich zahlreichen große und international tätig Firmen, die sehr gute Ergebnisse ausweisen würden.
Auf der anderen Seite gebe es aber im mittelständischen Bereich eine große Zahl von Unternehmen, die keine ausreichenden Gewinne erwirtschaften, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Dem müsse man Rechnung tragen.