26. Dez 2005 16:05
Einzelne Elemente der Arbeitsmarktreformen sind laut einer Studie gescheitert oder verursachen gar mehr Arbeitslosigkeit. Besonders schlecht kommen Personal-Service-Agenturen weg.
Besonders schlecht kamen dem Bericht nach die Personal-Service-Agenturen (PSA) weg, die einst als Herzstück der Reformen galten. «Der Einsatz in einer PSA verlängert im Vergleich zur Kontrollgruppe die durchschnittliche Arbeitslosigkeit um fast einen Monat, gleichzeitig liegen die monatlichen Kosten weit über den ansonsten entstandenen Transferleistungen», zitierte die Zeitung aus dem rund 1000 Seiten starken Bericht. Unter dem Strich verursache jeder Arbeitslose, der an eine PSA überwiesen wird, pro Monat Mehrkosten in Höhe von 5700 Euro. «So wie die Personal-Service-Agenturen derzeit aufgestellt sind, sind sie weder effektiv noch effizient und selbst unter Berücksichtigung von möglichen Alternativkosten wie Eingliederungszuschüssen oder ähnlichem noch immer ein teures Instrument.»