IG Metall droht AEG mit Arbeitskampf
14.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
«Sie wollen nicht mehr arbeiten, sie wollen kämpfen», sagte Dix. Seit zehn Jahren habe die Belegschaft nur Verzicht geübt. «Nun ist Schluss mit lustig.» Am Mittwoch nahm weder die Früh- noch die Spätschicht die Arbeit auf, wie die IG Metall mitteilte. Die Gewerkschaft fordert für die 1750 Beschäftigten des Werks einen Sozialtarifvertrag, der die volle Bezahlung der Arbeitnehmer bis Ende 2010 sichert. Electrolux lehnte einen Sozialtarifvertrag kategorisch ab.
Wie der bayerische IG-Metall-Vorsitzende Werner Neugebauer erläuterte, fordert die Gewerkschaft neben der vollen Bezahlung der Arbeitnehmer bis Ende 2010 Vorruhestandsregelungen für Beschäftigte ab 53 Jahren sowie Abfindungen in Höhe von drei Monatslöhnen je Beschäftigungsjahr.
Neugebauer sagte weiter, die Forderungen würden noch in dieser Woche den Arbeitgebern übermittelt. «Wir sind bereit, ab sofort 24 Stunden am Tag zu verhandeln.» Sollte Electrolux aber Gespräche über einen Sozialtarifvertrag ablehnen, «sind wir schneller in einer Auseinandersetzung, als es sich die AEG je vorstellen kann». Dieses Szenario schließe eine Urabstimmung und einen folgenden Arbeitskampf ein. (nz)

