IG Metall droht mit Arbeitskampf
Die bisherige Ankündigung der Arbeitgeber, die Löhne der Metaller um höchstens 1,2 Prozent erhöhen zu wollen, nannte Meine «völlig realitätsfremd». Die IG Metall will für die rund 3,4 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie bis zu fünf Prozent mehr Geld fordern. Am Montag hatte der Gewerkschaftsvorstand beschlossen, die Forderung den einzelnen Bezirken zur Annahme zu empfehlen.
Die Tarifparteien müssten mehr denn je für den Erhalt der Wertschöpfung sorgen. «Dazu brauchen wir mehr Betriebsnähe und wir brauchen vor allem eine Absenkung unserer Arbeitskosten», meinte der Arbeitgeberpräsident weiter. Lohnsteigerungen, die über den Produktivitätszuwachs hinaus gingen, würden zu einer weiteren Verlagerung der Wertschöpfung aus Deutschland führen. Arbeitsplatzverluste würden die Folge sein, sagte Hundt.
Für eine maßvolle Gehaltsanhebung plädierte der Volkswirt Peter Bofinger. «Unsere Produktivitätsentwicklung ist in etwa so wie in anderen Ländern, deshalb meine ich, zweieinhalb bis drei Prozent passt.» Bofinger ist Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung.
Ende Februar läuft der Lohn- und Gehaltstarifvertrag aus. Die Friedenspflicht endet am 28. März. Im Januar werden die Tarifkommissionen erneut über die Forderungsempfehlung der IG Metall beraten. Die endgültige Forderung wird dann am 20. Januar vom Vorstand beschlossen. Die Tarifverhandlungen beginnen im Februar. (nz)

