Fünf Prozent mehr Lohn: IG Metall geht in die Offensive: 

netzeitung.deIG Metall will fünf Prozent mehr Lohn

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IG-Metall-Chef Jürgen Peters (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe IG-Metall-Chef Jürgen Peters
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Wie erwartet will die IG Metall in der kommenden Tarifrunde fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt durchsetzen. Die Arbeitgeber wollen dagegen sinkende Realeinkommen nicht ausschließen.

Die IG Metall will in der Tarifrunde 2006 für die Metall- und Elektroindustrie Einkommenserhöhungen bis zu fünf Prozent durchsetzen. Diese Forderungsempfehlung gab der Vorstand der Gewerkschaft am Montag in Frankfurt am Main. Die Laufzeit der Tarifverträge soll den Angaben zufolge zwölf Monate betragen.

Eine endgültige Entscheidung über die Forderung will die Gewerkschaft Ende Januar fällen. Betroffen sind rund 3,4 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie. «Unsere Forderungsempfehlung ist bezahlbar und innovativ, sie ist volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt», sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, nach den Beratungen des Vorstands.

Neben der Lohnforderung will die Gewerkschaft auch qualitative Bestandteile wie den Abschluss eines Tarifvertrags zur Qualifizierung und Innovation durchsetzen. «Dieser soll den Beschäftigten im Bereich der betrieblichen Weiterbildung individuelle Rechte zusichern», hieß es. Außerdem will die IG Metall die Wiederinkraftsetzung des Tarifvertrags für vermögenswirksame Leistungen erreichen.

Arbeitgeber dagegen
Die Arbeitgeber haben die Forderung bereits vor Wochen zurückgewiesen: «Einen Inflationsausgleich, wie ihn die Gewerkschaften stets voraussetzen, können wir nur bezahlen, wenn er vorher durch den Produktivitätszuwachs erwirtschaftet worden ist», sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser.

Der Produktivitätszuwachs werde voraussichtlich zwischen einem und 1,4 Prozent liegen, ergänzte Kannegiesser. Die Inflationsrate liegt derzeit bei mehr als zwei Prozent. «Das heißt im Umkehrschluss, dass sinkende Reallöhne nicht auszuschließen sind.» (nz)