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Electrolux stehen europaweite Proteste bevor

19. Okt 2005 14:34
Fabrik von Electrolux
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Am Freitag dürfte das AEG-Werk in Nürnberg erneut von der Belegschaft lahm gelegt werden. Gewerkschaften in ganz Europa wollen gegen den schwedischen Mutterkonzern Electrolux protestieren.

Mit einem europaweiten Protesttag wollen die europäischen Metallgewerkschaften am Freitag gegen die Firmenpolitik des schwedischen Electrolux-Konzerns protestieren. In Deutschland solle das von der Schließung bedrohte Werk der Tochter AEG in Nürnberg erneut mehrere Stunden lang blockiert werden, teilte die IG Metall am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die Belegschaft hatte den Standort bereits Anfang des Monats für 24 Stunden lahm gelegt, um gegen die geplante Verlegung des Standortes nach Osteuropa zu protestieren.

Der Europäische Metallgewerkschaftsbund habe europaweit insgesamt rund 25.000 Electrolux-Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich an den Aktionen zu beteiligen, teilte die IG Metall weiter mit. Er wolle deutlich machen, dass sich die Arbeitnehmer nicht gegeneinander ausspielen ließen. Denn nicht nur in Nürnberg seien Schließung und Verlagerung geplant, sondern auch an anderen Standorten in Westeuropa. Insgesamt solle die Fertigung von mehr als einem Dutzend Werken des Konzerns in Billiglohnländern verlagert werden, kritisierte die Arbeitnehmerorganisation.

Europäisches Rahmenabkommen gefordert

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Was den 1750 Beschäftigten des AEG-Hausgerätewerkes mit der Schließung der Fabrik möglicherweise noch bevorsteht, haben die spanischen Kollegen in Fuenmayor nach Gewerkschafts- Angaben bereits hinter sich. Auch in Florenz und im schwedischen Mariestaad habe Electrolux massenhaft Personal entlassen. Weitere europäische Standorte stünden unter zunehmendem Druck, hieß es weiter.

Die Arbeitnehmer forderten daher ein Rahmenabkommen «für eine nachhaltige und sozialverträgliche Zukunft für Electrolux in Europa». Darin sollte das Unternehmen auf weitere Schließungen sowie betriebsbedingte Kündigungen verzichten, forderte der Gewerkschaftsbund. Zudem müsse die Strategie des Konzerns künftig stärker auf Innovationen hin ausgerichtet werden. (nz)

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