17.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
In einer Vorlesung
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach einer neuen Studie sollten Hochschulen Tests zur Studentenauswahl wieder fallen lassen. Schulnoten seien zumeist verlässlicher.
In den vergangenen Jahren haben Universitäten mit Erfolg darauf gedrängt, sich ihre Studierenden selbst auswählen zu dürfen. Inzwischen finden in Deutschland an zahlreichen Hochschulen Auswahlgespräche und Tests statt. Eine neue Studie der Universität Stuttgart-Hohenheim rät den Unis indes dazu, doch wieder auf Schulnoten als Auswahlmerkmal zurückzugreifen.
Geisteswissenschaftler am Gesamtabi messenDie Forscher fanden nach eigenen Angaben heraus, dass Schulnoten das beste Kriterium seien, um Studenten auszuwählen. Sie seien bedeutend zuverlässiger als Tests, Interviews oder Essays. Nur in Ausnahmefällen lasse sich der Auswahlerfolg durch zusätzliche Studierfähigkeitstests noch steigern, hieß es.
Für die Studie griff das Institut für Sozialwissenschaften der Hochschule Stuttgart-Hohenheim auf mehr als 8000 Einzelstudien aus aller Welt zurück. Die Forscher empfehlen aufgrund der hohen Kosten besondere Tests nur für besonders kostenintensive Studiengänge wie einige Ingenieurwissenschaften oder Veterinär- und Humanmedizin. Bei Geisteswissenschaftlern zähle vor allem das Gesamtabitur, während sich Naturwissenschaftler am besten an Fächernoten messen ließen. (nz)