Tarifeinigung für Südwest-Kliniken
Bei der Arbeitszeit wurde eine abgestufte Regelung vereinbart. Danach soll ab 1. Dezember eine 39-Stunden-Woche für Beschäftigte unter 40 Jahren gelten, für 40- bis 55-Jährige eine 38,5-Stunden-Woche und für Ältere eine 38-Stunden-Woche.
Die Arbeitszeit der Auszubildenden wird von bisher 41 Stunden auf 38,5 reduziert. Die Arbeitgeber hatten eine 41-Stunden-Woche gefordert und waren bei ihrem am Samstag in der sechsten Verhandlungsrunde vorgelegten Angebot auf 40 Stunden zurück gegangen.
Als Tariferhöhung sollen die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 390 Euro für die Monate Februar bis Dezember 2005 erhalten, die Auszubildenden und Pflegeschüler die Hälfte. Für die Jahre 2006 und 2007 wurde eine Einmalzahlung von jeweils 300 Euro für alle, Beschäftigte und Auszubildende, vereinbart. Hinzu kommen noch 75 Euro.
Nach Angaben der Gewerkschaft setzten sich die Arbeitgeber mit ihrer Forderung nach Streichung des Urlaubsgelds nicht durch. Der Kompromiss sieht vor, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld ab 2006 zusammengelegt und auf 88 Prozent der Monatsvergütung festgelegt werden. Busch erklärte, damit müssten die Beschäftigten keine Einbußen hinnehmen.
Am Montag soll die große Tarifkommission der Gewerkschaft über den Kompromiss entscheiden. Die Verhandlungskommission hat ihr einstimmig die Annahme empfohlen. Ab Mitte der Woche soll eine zweite Urabstimmung der Mitglieder stattfinden.
Die Gewerkschaft vertritt das Pflegepersonal, die medizinischen Fachkräfte, das technische und das Verwaltungspersonal, nicht aber die Ärzte. Verdi sieht es auch als einen Erfolg, dass für alle vier Unikliniken ein einheitlicher Tarifabschluss erzielt wurde. Der Tarifvertrag wäre damit auch nicht einzeln kündbar, sagte Busch.
Gemeinsam mit den Klinik-Arbeitgebern hatte die Delegation der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi seit Samstagmorgen versucht, eine Lösung für den festgefahrenen Konflikt zu finden.(nz)
