netzeitung.dePeters will Ende der Lohnzurückhaltung

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IG-Metall-Chef Jürgen Peters (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe IG-Metall-Chef Jürgen Peters
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Eine Große Koalition wird Politik für Arbeitnehmer machen müssen, ist IG-Metall-Chef Peters überzeugt. Er fordert eine milliardenschweres öffentliches Investitionsprogramm.

Die IG Metall will die Zeit moderater Tarifabschlüsse in Deutschland beenden: «Der neoliberale Glaubenssatz, dass der Lohn nur niedrig genug sein müsse, dann würden schon die neuen Stellen kommen, hat sich nicht bewahrheitet», sagte Gewerkschaftsvorsitzender Jürgen Peters der «Berliner Zeitung». «Lohnzurückhaltung führt eben nicht zu mehr Beschäftigung.»

Bei der kommenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Anfang 2006 müsse seine Gewerkschaft daher dafür eintreten, «die Realeinkommen wieder zu steigern». Sie sind bereits seit Jahren rückläufig. Angesichts der jüngsten Inflationszahlen würde das einen Abschluss von mehr als 2,5 Prozent bedeuten. Eine konkrete Forderung nannte Peters indes nicht.

20 Milliarden für staatliche Investitionen
Der Gewerkschaftschef forderte zudem ein «Sofortprogramm für Investitionen im Umfang von 20 Milliarden Euro». Der Staat müsse wieder mehr investieren, «vor allem dort, wo es mehr Beschäftigung bringt». Als Beispiele nannte er Bildung und den sozialen Bereich, etwa Kinderbetreuung. Bei öffentlichen Investitionen sei Deutschland Schlusslicht in Europa, sagte Peters.

In der wahrscheinlichen Große Koalition werde sich nach Ansicht von Peters Politiker durchsetzen, «die stärker an den Interessen der Arbeitnehmer anknüpfen wollen». Denn die Bundestagswahl habe gezeigt, dass «eine Politik gegen die Arbeitnehmer keine Mehrheit» habe. Er sei darüber außerordentlich zufrieden, weil das «die beiden großen Parteien berücksichtigen» müssen, glaubt der IG-Metall-Chef. (nz)