Bulmahn gibt mehr Geld für Ausbildung
07.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bulmahn trifft am Mittwoch mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Vertretern der Wirtschaftsverbände zusammen, um eine Zwischenbilanz für den Ausbildungspakt zu ziehen. Darin hatte die Wirtschaft zugesagt, 30.000 zusätzliche Stellen zu schaffen. Bei dem Treffen wird auch über die nachträgliche Vermittlung von Lehrstellen nach Beginn des Ausbildungsjahres gesprochen.
Dagegen nannte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, der Nachrichtenagentur dpa eine Zahl von 250.271 neuen Ausbildungsplätzen, die sein Verband bis Ende August registriert habe. Das seien knapp 5500 oder gut zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu 2003 ergebe sich sogar ein Zuwachs um sechs Prozent, betonte Braun.
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, wies den Vorwurf zurück, Handwerker würden zu wenig ausbilden. Die Branche habe trotz schwächerer Konjunktur in diesem Jahr schon 12.000 neue Lehrstellen geschaffen, sagte er der in Chemnitz erscheinenden «Freien Presse». Damit liege das Handwerk bereits um 2000 Stellen über dem im Ausbildungspakt vereinbarten Ziel.
Kentzler betonte, die Unternehmen würden stets mehr ausbilden, als sich aus den Statistiken der BA im Sommer ablesen lasse. Er verwies auf noch unbesetzte Stellen in Handwerksberufen wie Bäcker und Fleischer, aber auch im Verkauf. (nz)

