Schmidt: Wirtschaft muss mehr Jobs schaffen
10.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD)
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Sozialministerin Schmidt hat an die Wirtschaft appelliert, neue Jobs zu schaffen. Schließlich sparten die Unternehmen durch die Senkung der Lohnnebenkosten jährlich mehrere Milliarden.
Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die deutsche Wirtschaft aufgefordert, mehr Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. «Nun sind die Arbeitgeber in der Pflicht», sagte Schmidt am Mittwoch in Berlin mit Blick auf die gesunkenen Lohnnebenkosten. Die Ministerin wandte sich dabei an Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und forderte ihn auf, sich dafür stark zu machen und keine neuen politischen Forderungen zu stellen.
Die Unternehmen würden durch den niedrigeren Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich zum vergangenen Jahr um etwa fünf Milliarden Euro jährlich entlastet, betonte Schmidt. Außerdem trage auch der niedrigere Krankenstand der Beschäftigten zu einer Kostenentlastung bei. Nach ersten Schätzungen seien die Kosten der Lohnfortzahlung im vergangenen Jahr um rund 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen.
Geringere Beitragssätze Wie das Bundessozialministerium weiter mitteilte, verringerte sich der Beitragssatz für die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und die soziale Pflegeversicherung von 41,88 Prozent im Juni auf knapp unter 41 Prozent im Juli. Der Grund ist eine Neuregelung bei der Krankenversicherung. Die gesetzlichen Krankenkassen mussten ihren Beitragssatz zum 1. Juli um 0,9 Prozentpunkte senken. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch den Sozialbericht 2005. (nz)