netzeitung.deJugendliche blicken skeptisch in die Zukunft

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Auszubildender und Meister (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auszubildender und Meister
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mehr als ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland glaubt nicht an eine gute berufliche Zukunft. Besonders groß ist die Skepsis bei Hauptschülern.

Angesichts fehlender Lehrstellen und hoher Arbeitslosigkeit ist die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland skeptisch oder sogar pessimistisch, was die eigene berufliche Zukunft angeht. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung unter 780 Jugendlichen. Demnach macht sich rund jeder Dritte große Sorgen darüber, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen. 34 Prozent der Befragten haben Angst davor, später arbeitslos zu werden.

Je geringer der Schulabschluss, desto geringer werden die Chancen eingeschätzt. «Zwei Drittel der Hauptschüler blicken mit negativen Gefühlen in ihre berufliche Zukunft», heißt es in der Studie. «Sie sehen sich selbst als die Verlierer im Kampf um Ausbildungs- und Arbeitsplätze.» Unter den Realschülern sehe jeder zweite Jugendliche seine Zukunftschancen skeptisch, so die Studie.

«Erhebliche Zukunftsängste»
«Unsere Studie zeigt, dass die Jugendlichen in Deutschland, insbesondere die Hauptschüler, durch die Misere am Arbeitsmarkt und den chronischen Lehrstellenmangel erhebliche Zukunftsängste haben», sagte der Stiftungsvorsitzende Heribert Meffert.

Der Studie zufolge sind knapp zwei Drittel der Jugendlichen bereit, für ihr berufliches Vorankommen Opfer zu bringen. Ein Drittel gebe aber privaten Interessen den Vorzug.

Die Untersuchung zeige aber auch, dass 59 Prozent der Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sich selbst in der Verantwortung sehe, hieß es weiter. 15 Prozent der Jugendlichen machen ihre Eltern für die berufliche Zukunft verantwortlich. Danach wurden Betriebe, Schule und Staat genannt. (nz)