Kommunen lehnen Auflösung der BA ab
26.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die Hoffnung auf Milliarden-Einsparungen durch die Auflösung seien «mit nichts hinterlegt, das ist zu einfach». Die rund 90.000 BA-Beschäftigten sind überwiegend Beamte. Die Kosten blieben also auf absehbare Zeit erhalten, so Schäfer weiter. Die Forderung der FDP sei deshalb «zu platt».
DStGB-Präsidialmitglied Gerd Landsberg fügte hinzu, viele Aufgaben der BA könnten die Kommunen überhaupt nicht ersetzen. Das gelte etwa für den Großteil der beruflichen Rehabilitierungsmaßnahmen. Die gesamte Forschung und Statistik werde benötigt, die könne man nicht mit einem Federstrich beseitigen.
Von einer künftigen Bundesregierung forderte der Verband weitere Arbeitsmarktreformen. Der Bund müsse wirtschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen setzen, die die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglichten, sagte Schäfer. Die Langzeitarbeitslosen dürften zudem nicht vollständig in die Verantwortung der Kommunen übergeben werden. (nz)

