13.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die Schlangen in den Arbeitsagenturen werden länger
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Stellenabbau in der deutschen Industrie hält an, obwohl der Umsatz im vergangenen Jahr deutlich gesteigert wurde. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht.
Die deutsche Industrie hat 2004 ein Umsatzwachstum von 5,3 Prozent erwirtschaftet, dennoch wurden Tausende von Stellen abgebaut. Im vergangenen Jahr wurden 90.000 Arbeitsplätze in deutschen Industriebetrieben gestrichen. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), deren Ergebnisse am Montag in Berlin veröffentlicht wurden. Die Zahl der Arbeitsplätze sank demnach auf 7,41 Millionen.
Jobabbau geht weiter Der Trend soll sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen rechnen zwar mit einem Umsatzplus im kommenden Jahr, dennoch planen deutlich mehr Betriebe Personal abzubauen als aufzubauen. Zudem hält der Umfrage zufolge der Trend zur Stellenverlagerung ins Ausland weiter an.
Der Umsatz stieg laut BDI auf 1,51 Billionen Euro und damit um 80 Milliarden Euro im Vergleich zu 2003. An der Befragung beteiligten sich dem Verband zufolge 2500 Betriebe aller Größen. Die Ergebnisse werden auf die gesamte Industrie hochgerechnet. (nz)