17. Mai 2005 10:20
Die Wirtschaft hat Probleme, die im Ausbildungspakt festgeschriebenen Ziele in diesem Jahr zu erfüllen. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt sei «schwieriger als 2004», sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben.
Die Wirtschaft hat alle Betriebe aufgefordert, zu prüfen, ob sie zusätzliche Lehrstellen schaffen können, um die Ziele des Ausbildungspaktes in diesem Jahr zu erreichen. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt sei «in diesem Jahr schwieriger als 2004», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Der Pakt leide «unter der schlechten Stimmung und der schlechten Konjunktur». Der DIHK setze dennoch «alles daran, neue Ausbildungsbetriebe zu gewinnen». Der Hauptgeschäftsführer rief «alle Betriebe, die noch nicht ausbilden, eindringlich auf, sich bei ihrer Kammer zu melden und gemeinsam zu prüfen, ob sie einzeln oder im Verbund mit anderen ausbilden können.»
Zudem sollen die Betriebe nach Ansicht von Wansleben mehr und besser vorbereitete Schülerpraktika anbieten. Solche Praktika böten Jugendlichen einen Einblick in die Berufswelt und könnten so zu einer besseren Berufswahl beitragen, betonte er.Der im vergangenen Jahr zwischen Bundesregierung und Wirtschaft geschlossene Ausbildungspakt sollte eine Abgabe für Betriebe, die nicht oder zu wenig ausbilden, verhindern. Die Wirtschaft verpflichtete sich mit dem Pakt, jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze und 25.000 Jahrespraktika zu schaffen. (nz)