netzeitung.deClement macht sich für Duale Ausbildung stark

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Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD)
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Bundeswirtschaftsminister Clement hat sich für das Nebeneinander von schulischer und beruflicher Ausbildung ausgesprochen. Diese Ausbildungsform sei anderen überlegen, sagte er.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) will sich dafür stark machen, dass das Nebeneinander von schulischer und beruflicher Ausbildung in Deutschland erhalten bleibt. «Wir müssen alles dafür tun, dass die berufspraktische Ausbildung gerettet wird», sagte er am Dienstag auf einem Ausbildungskongress in Stuttgart.

«Wir sind überzeugt, dass die berufliche Ausbildung die beste und anderen Ausbildungswegen in Europa überlegen ist», sagte der Minister. Die Bundesregierung, aber auch die Wirtschaft müsse jetzt klar für das Duale Ausbildungssystem in Brüssel Position beziehen.

Wichtigstes Thema für Wirtschaft
Für den Minister ist das wichtigste Thema für die Wirtschaft derzeit die Ausbildung. Er bedauerte, dass von den 31.000 Plätzen, die den Jugendlichen zur Einstiegsqualifikation angeboten würden, nur die Hälfte besetzt sei.

Im Rahmen des zwischen Regierung und Arbeitgeberverbänden ausgehandelten Ausbildungspakt wurde vereinbart, insgesamt mehr als 30.000 Praktikumplätze anzubieten. Damit soll Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz finden, eine Chance gegeben werden.

DIHK beklagt schlechte Qualifikation der Bewerber
Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen sieht das Haupthindernis für die Besetzung der Ausbildungsstellen in der mangelnden Ausbildungsreife der Schulabgänger. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, legte in Stuttgart dazu eine Umfrage unter 7000 Unternehmen vor.

Die mangelnde Ausbildungsreife wird laut Braun bei den Unternehmen mit einem Anteil von 49 Prozent noch wichtiger eingeschätzt als die schwierige konjunkturelle Situation. 42 Prozent sehen nach der Umfrage die unsichere wirtschaftliche Lage als entscheidend an. 29 Prozent wollen nicht mehr ausbilden, weil sie die Lehrlinge nicht übernehmen könnten.

Der DIHK fragte die Unternehmen auch nach Wegen zu mehr Ausbildungsplätzen. Dabei nannten 63 Prozent der Betriebe eine bessere schulische Vorbildung der Bewerber. Viele Betriebe wären schon noch bereit, einen zusätzlichen Lehrling aufzunehmen, wenn sie nur einen passenden Bewerber finden könnten, sagte Braun. Finanzielle oder steuerliche Entlastungen schlagen 56 Prozent vor. 44 Prozent nannten bessere Beschäftigungsperspektiven. (nz)