Die Ärztekammer schlug vor, sozial Schwache von der Praxisgebühr zu komplett zu befreien. Außerdem sollten nur von Erwachsenen Zuzahlungen bei Arzneimitteln verlang werden. Bislang sind nur Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren von der Zuzahlung befreit. Ärzte sollten in den «unterprivilegierten Lebenswelten» öfter zu den Patienten gehen, regte die Kammer an. Doch unter dem Strich könnten nur mehr Arbeitsplätze dazu führen, «die gesundheitlich katastrophalen Folgen» der Beschäftigungslosigkeit zu verhindern. «Wir Ärzte können Deutschland nicht mit dem Skalpell in eine Insel der Glückseligen verwandeln», sagte Henke. (nz)