Arbeitslose: Nie mehr über 5 Millionen?:
Arbeitslosenzahl unter fünf Millionen
Im März wurden 5,176 Millionen bei der BA als Erwerbslose in der Statistik geführt. Experten zufolge hängt der Rückgang mit der Frühjahrsbelebung zusammen. Wegen der strengen Witterung im Februar und März habe sich die saisonale Erholung auf April verschoben, hieß es. «Dieser Nachholeffekt kann auf circa 50.000 beziffert werden.»
Nach Ansicht von Volkswirten könnte zudem der vermehrte Einsatz von Ein-Euro-Jobs zur Verringerung beigetragen haben. Wie die BA weiter erläuterte, haben ehemaligen Arbeitslosenhilfe-Bezieher, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II hatten, bis zum April ihre Arbeitslosmeldung nicht erneuert. Aus diesem Grund würden etwa 20.000 Personen nicht mehr als arbeitslos gezählt.
In Westdeutschland wurden 3,262 Millionen Arbeitslose gezählt, das waren 134.000 weniger als im März und 458.000 mehr als vor zwölf Monaten. Im Osten waren 1,705 Millionen als erwerbslos registriert, 74.000 weniger als im Vormonat und 67.000 mehr als im April 2004. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat im Westen auf 9,9 Prozent, in den neuen Ländern auf 19,7 Prozent.
Am Mittwochabend hatte sich Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ob der bevorstehenden Zahlen optimistisch geäußert: «Wir werden ab jetzt nie mehr die fünf Millionen überschreiten», sagte er auf einer Diskussion mit Arbeitnehmern in Potsdam. «Da können Sie Gift drauf nehmen.»

