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Erste Warnstreiks in NRW

26. Apr 2005 09:29
Verdi.Mitglieder beim Streik.
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Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen haben in NRW erste Warnstreiks eingesetzt. Die Gewerkschaften wollen Differenzen unter den einzelnen Ländern für die kommenden Verhandlungen nutzen.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die Bediensteten im Öffentlichen Dienst der Länder haben in Nordrhein-Westfalen (NRW) erste Warnstreiks begonnen. In Duisburg versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 100 Mitarbeiter des Staatlichen Umweltamtes und anderer Behörden auf dem Universitätsgelände. In Bochum wollen Mitarbeiter der Gerichte am Mittag vorübergehend die Arbeit niederlegen. In Düsseldorf sollen mittags rund 500 Beschäftigte des Statistischen Landesamtes zu einer Kundgebung vor dem Finanzministerium zusammenkommen.

Unterdessen ist Verdi zufolge Bewegung in die Tariffront gekommen. Im Laufe des Nachmittags soll es zu einem Treffen von Gewerkschaftern und NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) sowie Finanzminister Jochen Dieckmann (SPD) kommen.

Differenzen ausnutzen

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Im Tarifstreit wollen Gewerkschaftsvertreter zudem Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Landesregierungen ausnutzen. «Wir werden jetzt mit den Einzelländern separate Lösungen sondieren», sagte Frank Stöhr, Vorsitzender der DBB Tarifunion, dem «Münchner Merkur», wie das Blatt am Dienstag berichtete.

Die Verhandlungen waren dem Bericht zufolge vor allem an der harten Haltung der Südländer Bayern und Baden-Württemberg gescheitert. Diese bestünden auf die Einführung einer 42-Stunden-Woche. «Sie haben Hürden aufgebaut, über die beide Verhandlungspartner kaum springen können», sagte Stöhr.

Einzelgespräche mit den Ländern

Während Stöhr in Bayern und Baden-Württemberg ein großes Problem sieht, haben sich andere Länder den Angaben zufolge kompromissbereit gezeigt. Mit ihnen wolle man jetzt Gespräche führen. «Ich halte es für möglich, dass die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ziemlich durchgeschüttelt wird», so Stöhr.

Die Tarifverhandlungen für die rund 900.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder waren am Montag gescheitert. Knackpunkt waren die von den Ländern geforderten längeren Arbeitszeiten, die die Arbeitnehmerseite strikt ablehnte. (nz)

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