25.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
GEW-Bundesvorsitzender Ulrich Thöne
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Tarifkonflikt mit den Ländern spitzt sich weiter zu: Nach den gescheiterten Verhandlungen kündigte die GEW Streiks in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen an.
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit den Ländern kommt es bereits am Dienstag zu Protesten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kündigte erste Warnstreiks an. «Die Arbeitgeber wollen das Diktat bei der Arbeitszeit. Das können wir nicht hinnehmen», sagte der neue Vorsitzende der GEW, Ulrich Thöne, am Montag in Erfurt.
Nach Aussage des nordrhein-westfälischen GEW-Landeschefs Andreas Meyer-Lauber soll es am Dienstag in mehreren Städten Proteste geben. So seien in Bochum, Bielefeld, Düsseldorf und Wuppertal mehrere Aktionen geplant.
Tarifgespräche gescheitert Die GEW zeigt sich zwar verhandlungsbereit, allerdings weist sie die Forderung der Länder nach längeren Arbeitszeiten und gesonderte Tarifverträgen für Lehrer und Wissenschaftler entschieden zurück. «Wir sind bereit zu Kompromissen», sagte Tarifvorstand Heiko Gosch. Der im Februar erzielte Tarifabschluss zwischen Bund und Kommunen sei jedoch bereits ein Kompromiss.
Am Montag hatten die Tarifkommission der Gewerkschaft die Verhandlungen mit den Ländern für gescheitert erklärt. Die Tarifkommission entschied, die Verhandlungen nicht fortzusetzen. Die jüngste Verhandlungsrunde über die künftigen Arbeitsbedingungen für die etwa 900.000 Mitarbeiter der Länder im Öffentlichen Dienst waren in der Nacht zu Montag nach mehr als zwölf Stunden ergebnislos abgebrochen worden. Bereits zuvor hatte die Tarifunion des Beamtenbundes eine Abbruch beschlossen. (nz)