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«Meistens wird nur abkassiert»

29. Apr 2005 14:48
In Tageszeitungen finden sich häufig unseriöse Stellenangebote.
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Die Annoncen für Nebentätigkeiten lesen sich immer gleich: wenig Arbeit, hoher Verdienst. Verbraucherschützer warnen indes vor Abzocke.

«Einfacher Nebenverdienst von Zuhause», «2000 Euro monatlich ganz nebenbei», «Testpersonen gesucht!», «Telefonistin gesucht» - so oder ähnlich klingen dubiose Zeitungsannoncen. Meist wird schnelles Geld ohne viel Arbeit versprochen.

Verbraucherschützer raten allerdings zur Vorsicht. Unter den Anbieter tummeln sich viele schwarze Schafe. «Man muss die Inserate sehr genau prüfen», empfiehlt eine Sprecherin der Verbraucherzentrale Berlin. Es gehe meistens schlicht «nur ums Abkassieren».

Erst einmal bezahlen

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Häufig sollen die Interessenten nämlich erst einmal einige hundert Euro für wertlose Informationsschriften bezahlen, berichtet die Sprecherin. «Seriöse Anbieter verlangen nicht, dass man in Vorleistung tritt», sagt die Verbraucherschützerin. Vorsicht sei auch bei Anzeigen geboten, bei denen kein konkretes Unternehmen zu erkennen ist. «Seriöse Anbieter geben sich auch zu erkennen», sagt sie.

Ein Unternehmen beispielsweise, das per Anzeige unter einer 0190er-Nummer eine Nebentätigkeit anbot, teilte am Telefon per Ansage mit, dass sich Interessenten über einen Faxabruf eine «aktuelle Nebenjobdatenbank» abrufen könnten. Der rund 45-seitige Faxabruf mit willkürlich zusammengestellten, teilweise um Monate veralteten Jobannoncen aus Tageszeitungen hätte Interessenten rund 80 Euro gekostet, berichtet die Verbraucherschützerin. «Eine 0190er-Nummer sollte man niemals für solche Zwecke anrufen», warnt die Verbraucherschützerin.

Verbraucherzentralen bieten Hilfe an

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In einem weiteren Fall wurde per Annonce eine Telefonistin gesucht, berichtet die Expertin. Beim Bewerbungsgespräch sei jedem Interessenten versichert worden, der Richtige zu sein, wobei konkreter Arbeitsbeginn und üppiges Gehalt bereits in Aussicht gestellt wurden. Allerdings sei die Bewerbungsmappe «nicht konzerngerecht».

Das Unternehmen bot dann Kontakt zu einer Firma, die das binnen kürzester Zeit erledigen könne – für 95 Euro plus Mehrwertsteuer. Einen Arbeitsvertrag gab es natürlich nie. Wer dennoch an Abzocker gerät, sollte sich bei den Verbraucherzentralen melden. Dann bestehe zumindest ein wenig Hoffnung, das investierte Geld zurückzubekommen. (nz)

 
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