Nur Agenturen mit richtiger Einstellung sollen neues BA-Logo bekommen
23.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Dabei versteht Weise das Logo mehr als eine Auszeichnung für verdiente Mitarbeiter denn als Erkennungszeichen für eine hochfrequentierte Behörde: Weil das Logo mehr als eine Äußerlichkeit ist, sollen es nur jene Arbeitsagenturen tragen dürfen, deren Mitarbeiter die rechte Einstellung haben. «Das neue Logo erhalten nur reformierte Arbeitsagenturen mit Kundenzentren», sagte Weise. Bevor die früheren Arbeitsämter sich «Agentur für Arbeit» nennen dürfen und das Logo bekommen, werde überprüft, ob «in den Agenturen die Arbeitsweise und Einstellung besteht, die wir uns wünschen», fügte er hinzu.
Die Einführung des neuen Logos, dessen Entwicklungskosten bei rund 100.000 Euro liegen sollen und das schon im kommenden Monat eingeführt werden soll, stößt indes in den eigenen Reihen auf Widerstand. DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer, die als Arbeitnehmervertreterin auch Mitglied des BA-Verwaltungsrates ist, lehnte ein neues Logo der hohen Arbeitslosigkeit wegen ab: «Wir haben dem Vorstand empfohlen, angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, großer Zumutungen für die Arbeitslosen und Belastungen für die Beschäftigten in den Arbeitsagenturen auf ein neues Logo zu verzichten», sagte Engelen-Kefer der Netzeitung. Sie hoffe, dass sich die BA-Spitze «nicht darüber hinwegsetzt». (nz)

