netzeitung.deEngelen-Kefer gegen neues BA-Logo

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Soll 'aufgefrischt' werden: Altes Logo der Bundesagentur für Arbeit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Soll 'aufgefrischt' werden: Altes Logo der Bundesagentur für Arbeit
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DGB-Vize Engelen-Kefer hält nichts von dem Vorhaben der Bundesagentur für Arbeit, sich für 100.000 Euro ein neues Logo zuzulegen. Der BA-Verwaltungsrat lehne das Vorhaben ab, sagte sie der Netzeitung.

Von Dietmar Neuerer

Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat von der Entwicklung eines neuen Logos für die Nürnberger Behörde abgeraten. «Wir haben dem Vorstand empfohlen, angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, großer Zumutungen für die Arbeitslosen und Belastungen für die Beschäftigten in den Arbeitsagenturen auf ein neues Logo zu verzichten», sagte die Vorsitzende des Gremiums, Ursula Engelen-Kefer der Netzeitung. Sie hoffe, dass sich die BA-Spitze «nicht darüber hinwegsetzt».

Die BA hatte am Donnerstag mitgeteilt, das von einem schwarzen Kreis umschlossene «A» bleibe erhalten, werde aber einen «frischeren, offeneren Anstrich» erhalten. Die Entwicklungskosten dafür belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 100.000 Euro. Politiker von Grünen, CDU und FDP hatten daraufhin mit scharfer Kritik reagiert. Der BA-Verwaltungsrat wurde vom FDP-Politiker Dirk Niebel aufgefordert, sich gegen die Pläne zu stellen, um die «Verschwendung des Geldes anderer Leute» zu verhindern.

Engelen-Kefer, die im Wechsel mit dem Arbeitgeber-Vertreter Peter Clever dem Verwaltungsrat vorsitzt, verwahrte sich gegen Kritik, sie würde ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Der Verwaltungsrat entscheide nicht über das neue Logo, sagte sie. «Das ist Sache des Vorstandes.»

Die DGB-Vizechefin betonte zudem, dass dem Vorstand klar gemacht worden sei, dass die BA «viele andere Aufgaben» habe, die erledigt werden müssten. Vordringlich sei die Bewältigung der anstehenden Reformen, um den Arbeitslosen zu helfen, wieder in Arbeit zu kommen. Es müsse sichergestellt werden, dass in den Agenturen die «Umstellung» funktioniere und die «Vermittler von Routineleistungen entlastet werden, damit sie sich mehr um Betroffene kümmern können», so Engelen-Kefer.

Ähnlich äußerte sich Thea Dückert, Arbeitsmarktexpertin der Grünen. Der Netzeitung sagte sie, es gebe «Wichtigeres», als sich ein neues Logo entwickeln zu lassen. Die BA sollte stattdessen für eine «intensivere Betreuung der Betroffenen» sorgen. «Erst dann ist der richtige Zeitpunkt, sich über ein neues Kleid Gedanken zu machen.»

Der FDP-Arbeitsmarktexperte Niebel sagte der Netzeitung, die BA solle sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und «nicht weiter ihre schlechte Leistung beim Arbeitsmarktausgleich mit Imagekampagnen und ähnlichen Kinkerlitzchen kaschieren».

Karl-Josef Laumann, CDU-Arbeitsmarktexperte, nannte das Logo-Vorhaben der BA «mehr als lächerlich». Man müsse sich fragen, «ob da noch die richtigen Entscheidungsträger sitzen», sagte er der Netzeitung. «Das gilt sowohl für die Arbeitsgeber- als auch die Arbeitnehmerseite in der Selbstverwaltung.»