Engelen-Kefer gegen neues BA-Logo
23.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat von der Entwicklung eines neuen Logos für die Nürnberger Behörde abgeraten. «Wir haben dem Vorstand empfohlen, angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, großer Zumutungen für die Arbeitslosen und Belastungen für die Beschäftigten in den Arbeitsagenturen auf ein neues Logo zu verzichten», sagte die Vorsitzende des Gremiums, Ursula Engelen-Kefer der Netzeitung. Sie hoffe, dass sich die BA-Spitze «nicht darüber hinwegsetzt».
Die DGB-Vizechefin betonte zudem, dass dem Vorstand klar gemacht worden sei, dass die BA «viele andere Aufgaben» habe, die erledigt werden müssten. Vordringlich sei die Bewältigung der anstehenden Reformen, um den Arbeitslosen zu helfen, wieder in Arbeit zu kommen. Es müsse sichergestellt werden, dass in den Agenturen die «Umstellung» funktioniere und die «Vermittler von Routineleistungen entlastet werden, damit sie sich mehr um Betroffene kümmern können», so Engelen-Kefer.
Der FDP-Arbeitsmarktexperte Niebel sagte der Netzeitung, die BA solle sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und «nicht weiter ihre schlechte Leistung beim Arbeitsmarktausgleich mit Imagekampagnen und ähnlichen Kinkerlitzchen kaschieren».
Karl-Josef Laumann, CDU-Arbeitsmarktexperte, nannte das Logo-Vorhaben der BA «mehr als lächerlich». Man müsse sich fragen, «ob da noch die richtigen Entscheidungsträger sitzen», sagte er der Netzeitung. «Das gilt sowohl für die Arbeitsgeber- als auch die Arbeitnehmerseite in der Selbstverwaltung.»

