Die beiden Koalitionspolitiker reagierten damit auf den Monatsbericht des Finanzministeriums. Demnach wurden den ersten drei Monaten 2005 für das ALG II knapp 5,9 Milliarden Euro aufgewendet. Auf das gesamte Jahr hoch gerechnet würde so ein Betrag von bis zu 23,6 Milliarden zusammenkommen. Bisher sind im Haushalt von Minister Eichel (SPD) für ALG II rund 14,6 Milliarden Euro veranschlagt. Wend kommentierte die veranschlagte Entwicklung der Kosten, eine «einfache Hochrechung» sei «nicht erlaubt». Dückert argumentierte, dass die ersten beiden Monate im Jahr nicht als Grundlage für eine Ganzjahresentwicklung taugten. Januar und Februar seien die «extremen» Monate, in denen die Arbeitslosigkeit traditionell hoch sei. Sie empfahl, «noch abzuwarten» und im Herbst eine Prognose abzugeben.