netzeitung.deSPD und Union einigen sich auf Hartz-Änderung

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Langzeitarbeitslose sollen von ihrem hinzuverdienten Geld mehr behalten dürfen. SPD und Union einigten sich in diesem Punkt auf einen Kompromiss.

Bundesregierung und Union haben sich am Freitag auf neue Zuverdienstmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose geeinigt. Wie Bundeswirtschafts-Minister Wolfgang Clement (SPD) und der CDU-Arbeitsmarkt-Experte Karl-Josef Laumann nach mehr als zwei Stunden Beratung mitteilten, soll es einen Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro geben.

Bei allem, was darüber hinausgeht, darf der Arbeitslose 20 Prozent behalten. Bei Bruttoeinkommen über 800 Euro beträgt der zusätzliche prozentuale Freibetrag zehn Prozent.

Schon seit längerem kritisiert
Die Änderung der Zuverdienstmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose war Teil der auf dem so genannten Jobgipfel von SPD und Union vereinbarten zusätzlichen Reformen. Experten hatten schon seit längerem an der Hartz IV genannten Arbeitsmarktreform kritisiert, dass die Anreize für Arbeitslose, einen Job aufzunehmen, zu gering seien, da die Betroffenen nur sehr wenig vom hinzuverdienten Geld behalten durften. (nz)