Auf Jobmessen sind junge Akademiker gefragt
15.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Auf Recruiting-Messen wird von der Industrie gezielt zukünftiges Personal gesichtet und für Stellen ausgewählt. Informations-Messen bieten eher eine Plattform, um die Qualität eines Jahrgangs zu testen und um Interessenten das eigene Unternehmen näher zu bringen. Zu allen Messen gehören Serviceangebote, wo sich alles um die perfekte Bewerbung dreht. Hier werden Lebensläufe geprüft, Anschreiben geübt und Präsentationsstrategien vermittelt.
Für die Jungakademiker sinke der Bewerbungsfrust durch den unmittelbaren Kontakt mit den Personalmanagern, weil direkt am Stand Details zum Job besprochen und verhandelt werden können. Der Bewerber könne sogar zukünftige Kollegen von ihrer alltäglichen Seite kennen lernen, so Kathrin Pommer von der Jobmesse Absolventenkongress. Sie rate deshalb den Arbeitgebern, immer auch Vertreter der Fachabteilungen mitzubringen, in denen die Bewerber später arbeiten werden.
Jobmessen haben aber nicht nur für Bewerber Vorteile, sondern auch für Unternehmer. Die Industrie hat Nitsch zufolge erkannt, dass der persönliche Eindruck eines Bewerbers jeder noch so professionellen Mappe vorzuziehen ist. Der Selektionserfolg für den Personalchef sei auf einer Messe höher als im Firmenbüro.
Zum Gespräch vor Ort sollte der Interessent eine vollständige Bewerbungsmappe mit Anschreiben sowie eine konkrete Darstellung der gewünschten beruflichen Perspektiven mitbringen. Wichtig ist außerdem ein angemessenes Erscheinungsbild: Pommer rät, wie zu einem Bewerbungsgespräch oder dem ersten Arbeitstag zu erscheinen. Je konkreter Arbeitszusammenhänge, Wissen und Fähigkeiten besprochen werden, desto größer die Chancen für den Bewerber.
Für das Web ediert von Axel Leu

