netzeitung.deSchröder betont angesichts fünf Millionen Arbeitsloser Notwendigkeit von Hartz IV

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Gerhard Schröder in Husum (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gerhard Schröder in Husum
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Die Arbeitsmarktreform Hartz IV ist aus Sicht von Kanzler Schröder der einzige Weg zu weniger Arbeitslosigkeit in Deutschland. Er sei «bedrückt» angesichts der hohen Zahl Erwerbsloser, sehe aber keinen Grund zum Aufgeben.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Arbeitslosenzahlen in Höhe von mehr als fünf Millionen als «bedrückend, aber ehrlich» bezeichnet. Auf einer SPD-Veranstaltung im schleswig-holsteinischen Husum sagte Schröder am Mittwochabend, die Zahlen zeigten «welchen Kraftakt wir vor uns haben».

Veränderungen an den Hartz IV-Regelungen zum Arbeitslosengeld schloss der Kanzler indes aus. «Es kann bei den Arbeitsmarktreformen kein Zurück geben», sagte er. Viel zu lange seien 250.000 arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger in der Statistik «versteckt» worden.

So sehr ihn die jüngsten Arbeitsmarktzahlen auch bedrückten, sie seien im Gegensatz zu früheren Statistiken «ehrlich», und er wolle sich vor den Realitäten am Arbeitsmarkt nicht «wegducken», betonte der Kanzler vor 3500 Zuhörern.

Bequemer Weg ist zuende
Wer die «Krankheit» der Arbeitslosigkeit heilen wolle, der dürfe sich vor einer Diagnose nicht drücken. Schröder sagte, es sei unrealistisch zu glauben, die Arbeitsmarktreformen könnten innerhalb eines Monats wirksam werden, aber man sei auf dem Weg von der «Versorgung hin zur Aktivierung».

Er forderte, alle müssten sich auf Veränderungen einstellen, das gelte aber auch für die Unternehmer. Die Wirtschaft dürfe nicht nur an sich selbst denken und müsse Arbeitsplätze schaffen. «Der bequeme Weg ist für alle zu Ende, nicht nur für einen Teil der Gesellschaft», sagte Schröder. (nz)