Wo es eine große Kluft zwischen Armen und Reichen gebe, sei auch die Sicherheit gefährdet, sagte Freiberg. «Extreme politische Positionen werden Zuspruch erhalten, Demonstrationen nicht immer friedlich verlaufen», prognostizierte er.Auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Jürgen Weise, hatte zuvor auch schon vor möglichen Protesten von Langzeitarbeitslosen gewarnt: «Für viele Betroffene hat die Reform drastische Folgen – und den meisten ist das noch gar nicht bewusst», sagte der BA-Chefin einem Interview. Ihm sei daher klar, dass «Anfang nächsten Jahres wird auf uns viel Ärger zukommen».
Am 1. Januar 2005 tritt die auch Hartz IV genannte Reform in Kraft. Ihr Kernpunkt ist die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum so genannten Arbeitslosengeld II (ALG II). Zudem gilt dann jede legale Arbeit als zumutbar, auch wenn sie deutlich unter Tarif bezahlt wird. (nz)