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Arbeitslose sollen zu gemeinnützigen
Tätigkeiten herangezogen werden

05. Jul 2004 20:30
Die Bundesagentur für Arbeit will Langzeitarbeitslose in die Betreuung von Kindern und in die Altenpflege vermitteln. Dadurch soll eine Dreiviertelmillion Stellen entstehen. Die Bundesregierung denkt indes über Putzagenturen nach.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen im Rahmen der gemeinsamen Betreuung von Langzeitarbeitslosen 750.000 Förderangebote für die geschätzten 3,2 Millionen Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) schaffen. Das sagte BA-Vorstand Heinrich Alt auf einer Tagung mit Vertretern von Kommunen und Wohlfahrtsverbänden am Montag in Nürnberg.

So könnten staatlich geförderte Jobs in der Kinderbetreuung und in der Pflege entstehen, erklärte Alt. «In diesen gesellschaftlich wichtigen Bereichen gibt es erheblichen Personalbedarf», sagte er und verwies auf das schlechte Abschneiden Deutschlands in der Pisa-Studie. Dabei sollte die Beschäftigung durch Weiterbildungs- und Trainingskurse gefördert werden.

Arbeitslose sollen putzen gehen

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Die Kommunen warnten unterdessen, die Beschäftigung von Arbeitslosen im sozialen Bereich dürfe kein Dauerzustand sein. Die Förderangebote dürfen nur «Brückenfunktion» für den ersten Arbeitsmarkt haben, sagte Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Die Bundesregierung will Langzeitarbeitslose nicht nur in soziale Tätigkeiten vermitteln und denkt unterdessen auch über die Bildung von Jobagenturen für Putzfrauen nach. Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Arbeit, Rainer Wendt (SPD), regte im Gespräch mit der «Berliner Zeitung» an, arbeitslose Haushaltshilfen über Agenturen an Privathaushalte zu vermitteln. So lasse sich auch die Schwarzarbeit im privaten Bereich eindämmen, sagte er. (nz)

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