Verdi: Weihnachtslieder machen krank
07. Dez 2003 16:09
 | Weihnachtsmarkt in Rostock | Foto: ddp |
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Der Berliner Verdi-Geschäftsführer hat die Beschallung mit Weihnachtsmusik in Kaufhäusern als «seelische Grausamkeit» gebrandmarkt. Um sie zu ertragen, brauche das Personal Extra-Pausen.
Als «seelische Grausamkeit» für das Verkaufspersonal hat der Berliner Verdi-Geschäftsführer Roland Tremper in der «Bild am Sonntag» (BamS) die permanente Berieselung mit Weihnachtsliedern in den Geschäften kritisiert. Dies könne zu einer schweren Belastung der Gesundheit führen.
Tremper forderte zusätzliche Pausen für das Personal: «Die Musikbeschallung wird immer schlimmer.» Ludger Visse vom Deutschen Arbeitsring für Lärmbekämpfung sprach sich in der BamS sogar für einen finanziellen Ausgleich aus: «Musik bedeutet einen zusätzlichen Stressfaktor für die Verkäufer, für den sie einen Lohnzuschlag bekommen müssten.»
Karstadt dreht den Ton leiser
Die betroffenen Handelsketten nehmen die Beschwerden ernst: In den Häusern der Karstadt AG sei die Beschallung mit Weihnachtsliedern bereits drastisch reduziert worden, sagte Unternehmenssprecher Michael Scheibe dem Blatt: «Viele Kunden hatten sich über die Musik beschwert.» (nz)