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Arbeitgeber gegen Personal Service Agenturen

05. Aug 2003 07:08
Die BDA stellt sich einem Pressebericht zufolge gegen ein Kernstück der Hartz-Reformen: Die Arbeitgeber-Vereinigung fordert die Abschaffung der neuen Personal Service Agenturen (PSA).

Die Arbeitgeber setzen sich nach Informationen der «Berliner Zeitung» dafür ein, dass ein wichtiger Bestandteil der Hartz-Reformen wieder rückgängig gemacht wird. Demnach verlangt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die «zügige Abschaffung» der Personal Service Agenturen (PSA). Die Agenturen waren erst in diesem Jahr geschaffen worden, um die Arbeitsvermittlung zu verbessern.

Wie die Zeitung am Dienstag berichtet, forderte BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner die Abschaffung der PSA in einem Schreiben an Vertreter der führenden Zeitarbeitsfirmen und des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA).

Mehr in der Netzeitung:
Für den 12. August lud das Mitglied der Unions-Bundestagsfraktion die Adressaten seines Briefes zu Beratungen nach Berlin ein. Auf dem Treffen solle gegen die PSA Front gemacht werden, hieß es. Den Agenturen wird demnach vorgeworfen, mit Hilfe der von den Arbeitsämtern bereit gestellten Subventionen Preisdumping zu betreiben.

Subventionsmissbrauch vorgeworfen

Die Bundesanstalt für Arbeit will erreichen, dass die PSA bis Ende 2003 mindestens 50.000 Arbeitslose betreuen und möglichst rasch in dauerhafte Jobs vermitteln. Dafür erhalten die Agenturen für jeden Arbeitslosen durchschnittlich 1000 Euro im Monat. Die Hartz-Gesetze sehen vor, dass die PSA ähnlich arbeiten wie Zeitarbeitsfirmen. Unternehmen wie Randstad, Adecco und Manpower vermitteln Arbeitnehmer allerdings nur in zeitlich begrenzte Jobs und werden deshalb nicht bezuschusst.

Göhner hielt in dem Brief einzelnen PSA-Betreibern Subventionsmissbrauch vor. Die betreffenden Agenturen vermittelten Arbeitslose «zu weitaus geringeren Preisen (...), als dies Zeitarbeitsfirmen ohne Förderung möglich ist», berichtet die »Berliner Zeitung«. Der BDA-Hauptgeschäftsführer warnte davor, dass «gewachsene Strukturen mit Hilfe öffentlicher Gelder dauerhaft zerstört werden». Das PSA-Konzept sei «in seiner jetzigen Form zu stoppen und dringend neu auszurichten». (nz)

 
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