03.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die meisten Beschäftigten fahren mit dem Auto zur Arbeit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Beschäftigte in Deutschland fahren immer länger zur Arbeit - und nutzen immer seltener öffentliche oder umweltschonende Verkehrsmittel. Das ermittelte nun das Statistische Bundesamt.
Am Auto als bevorzugtem Verkehrsmittel für die Pendler hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Noch immer fahren etwa 60 Prozent der Berufstätigen zur Arbeit, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Trotz gestiegener Benzinpreise und gegenteiliger Appelle habe sich in den letzten zwölf Jahren kein Wandel hin zu anderen Verkehrsmitteln durchsetzen können.
Busse und Bahnen hätten sogar noch an Beliebtheit verloren. Für den täglichen Weg müssen die Berufstätigen und auch die Schüler und Studenten längere Wege in Kauf nehmen als im Vergleichsjahr 1996.
Weniger Beschäftigte nutzen BusseDer öffentliche Personennahverkehr verlor im Vergleich zu 1996 an Attraktivität: Nutzten damals noch 11,5 Prozent den ÖPNV, waren es zuletzt nur noch 10,8 Prozent. Rechnet man die Langstrecken-Züge hinzu, waren es 2008 13 Prozent, die mit Bus und Bahn zur Arbeit pendelten. Dabei verringerte sich der Anteil der Bus-Fahrgäste im Vergleich zu 1996, während es beim Schienenverkehr einen leichten Anstieg gab.
An Popularität leicht gewonnen hat das Fahrrad: Der Anteil der Radfahrer stieg im Vergleichszeitraum um rund einen Prozentpunkt auf 8,3 Prozent. Zu Fuß gehen dagegen etwas weniger Menschen zur Arbeit, und zwar 9,5 statt 10,6 Prozent.
Männer nutzer eher das Auto Für den Weg zur Arbeit nehmen die Bundesbürger längere Wege in Kauf als zwölf Jahre zuvor: Für nur noch 45,8 Prozent (1996: 52,3 Prozent) der Erwerbstätigen lag die Arbeitsstätte 2008 weniger als zehn Kilometer von der Wohnung entfernt. Zugleich erhöhte sich der Zeitaufwand für den Weg zur Arbeit: 68,2 Prozent sind weniger als 30 Minuten unterwegs - vor zwölf Jahren waren es noch 72,8 Prozent.
Deutliche Unterschiede gibt es beim Pendlerverhalten von Männern und Frauen: 60 Prozent der Männer nutzen das eigene Auto, bei den Frauen sind es nur etwas über 50 Prozent. Im Gegenzug nutzen Frauen noch immer häufiger als Männer den öffentlichen Nahverkehr, schwingen sich aufs Fahrrad oder sind zu Fuß unterwegs.
Auch viele Schüler und Studenten pendelnFrauen legen allerdings auch geringere Entfernungen zur Arbeitsstätte zurück: 52,4 Prozent der Frauen wohnen im Umkreis von zehn Kilometern um die Arbeitsstätte, dies trifft lediglich auf 40,3 Prozent der Männer zu.
Auch Schüler und Studenten sind längere Strecken zur Ausbildungsstätte unterwegs: Für nur noch für 67,6 Prozent liegt die Schule/Hochschule weniger als zehn Kilometer entfernt (1996: 76,2 Prozent). Rund 78 Prozent erreichen die Schule oder Hochschule in weniger als 30 Minuten, zwölf Jahre zuvor waren es noch 82,7 Prozent. (AP/dpa)