Viel mehr Verletzungen: 

netzeitung.deZeitarbeiter häufiger krank als Festangestellte

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Zeitarbeit-Agentur (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zeitarbeit-Agentur
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Zeitarbeiter haben im Schnitt mehr Fehltage durch Krankheit als andere Beschäftigte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Krankenkasse TK, die zugleich Gründe für die höheren Fehlzeiten nennt.

Zeitarbeiter sind häufiger krank und unzufrieden mit Einkommen und Zukunftsperspektiven als andere Arbeitnehmer. Mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 seien Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen vier Tage mehr krankgeschrieben, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Berlin unter Berufung auf den TK-Gesundheitsreport 2009 mit. Der Krankenstand liege mit 4 Prozent 1,1 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt.

Vergleiche mit unbefristet Beschäftigen in denselben Berufen ergeben demnach, dass unter den Leiharbeitern der Krankenstand bei den Männern um 18 Prozent und bei den Frauen um acht Prozent über dem ihrer festangestellten Kollegen liegt. Besonders groß seien die Unterschiede bei Muskel-Skelett-Erkrankungen (plus 60 Prozent), Verletzungen (plus 64 Prozent), Atemwegserkrankungen (plus 23 Prozent) und psychischer Beschwerden (plus 34 Prozent).

Die TK sprach sich jedoch dafür aus, die Ursachen der erhöhten Fehlzeiten differenziert zu betrachten. Der Großteil der Abweichung sei darin begründet, dass Zeitarbeiter oftmals in körperlich belastenden Tätigkeiten beschäftigt seien, die erfahrungsgemäß mit erhöhten Fehlzeiten einhergingen. Nur etwa ein Drittel der Differenz habe seine Ursachen in der Zeitarbeit selbst.

Eine zusätzliche Befragung von TK-Versicherten, die als Zeitarbeiter beschäftigt sind, ergab, dass sie vor allem ihr zu geringes Einkommen, die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes und fehlende Aufstiegsmöglichkeiten als belastend empfinden. Der Umgang mit den festangestellten Kollegen in den Betrieben wird hingegen positiv bewertet.

Bei drei von vier Leiharbeitern entspricht das Einkommen den Angaben zufolge nicht den eigenen Vorstellungen. Fast zwei Drittel bemängeln schlechte Entwicklungschancen, die Hälfte einen unsicheren Arbeitsplatz. Die Kasse hatte die Daten ihrer 38.000 versicherten Zeitarbeiter sowie Fragebögen von mehr als 1000 schriftlich Befragten ausgewertet. (nz/dpa/epd)