Statistisches Bundesamt:
Studentenboom an deutschen Hochschulen
Zusätzlich zu den jetzt ohnehin geburtenstarken Jahrgängen gab es nach seinen Worten in weiteren zwei Bundesländern wegen der Umstellung der Gymnasialzeit von neun (G 9) auf acht Jahre (G 8) doppelte Abiturjahrgänge. 2007 war dies nach seinen Angaben bereits in Sachsen-Anhalt der Fall gewesen, 2008 nun im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern.
Weil es sich bei den jetzt vorgelegten Berechnungen um vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes handele, sei noch nicht herausgerechnet, ob die Erstsemester einen G-8- oder G-9-Abschluss hatten. Die Studienanfängerquote - das ist der Anteil Studienanfängerinnen und -anfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung - liegt laut Statistischem Bundesamt für das Studienjahr 2008 bei 39 Prozent. «Das bildungspolitische Ziel, 40 Prozent eines Altersjahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen, wird also beinahe realisiert», erklärte Feuerstein.
Im gerade begonnenen Wintersemester 2008/2009 sind laut Bundesamt an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 2,01 Millionen Studierende eingeschrieben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von knapp vier Prozent. Damit wird erstmals seit dem Wintersemester 2003/2004 wieder die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Der Anteil der Studentinnen liegt unverändert bei 48 Prozent. 1,41 Millionen (70 Prozent) Frauen und Männer studieren an Universitäten oder vergleichbaren Hochschulen, 603.700 (30 Prozent) an Fach- oder Verwaltungsfachhochschulen. (AP)

