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Präsentation abgesagt: 

«Negative Resonanz» stoppt Hartz

27. Nov 2008 12:41
Darf doch nicht im Arbeitsamt arbeiten: Peter Hartz
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Die geplante Vorstellung eines neuen Hartz-Konzepts für Langzeitarbeitslose wurde kurzfristig gecancelt. Allein die Ankündigung wurde so negativ kommentiert, dass man sich von Hartz distanzierte.

Der Namensgeber der Arbeitsmarktreform, Peter Hartz, ist mit seinem Comeback-Versuch im Saarland vorerst gescheitert. Die geplante Vorstellung seines neuen Konzepts für Langzeitarbeitslose bei der Saarbrücker Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit wurde am Donnerstag kurzfristig abgesagt. Es soll auch zunächst nicht umgesetzt werden.

Grund der Absage war offenbar massiver politischer Druck «von Berlin bis München», wie der Leiter der Regionaldirektion, Otto-Werner Schade, sagte. Allein die Ankündigung des neuen Konzepts sei auf eine derart negative Resonanz gestoßen, dass mit einer objektiven Bewertung nicht zu rechnen sei. Er wolle sich und seine Mitarbeiter nicht mit einem Makel behaften, den er nicht zu verantworten habe, sagte Schade.

Der 69-Jährige Hartz war im Januar 2007 als Ex-VW-Arbeitsdirektor in der Affäre um Lustreisen und andere Vergünstigungen für Betriebsräte zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

Nach Schades Worten hatten er und Hartz an zwei Konzepten gearbeitet, die sich in Teilen überschnitten. Deshalb hätten sie eine gemeinsame Präsentation ins Auge angesetzt. Nun werde vorerst nur sein eigenes Konzept auf saarländischer Ebene vorangetrieben, sagte der Leiter der saarländischen Arbeitsverwaltung.

Dabei gehe es darum, Langzeitarbeitslose in eigentlich ehrenamtlichen Bereichen, wie Sport und Kultur, sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. Außerdem solle mehr mit den Stärken der Betroffenen gearbeitet werden und ihnen Selbstbewusstsein eingepflanzt werden. Wann und ob es einen weiteren Vorstoß zum Hartz-Konzept gibt, ist laut Schade völlig offen. (AP)

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