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Hartz reformiert wieder den Arbeitsmarkt: 

«Lustreisen für Arbeitslose nicht vorgesehen»

27. Nov 2008 11:07
Konzepte von Peter Hartz sind wenig beliebt
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Der Mann, dessen Reformen viele Menschen an den Rand der Armut gebracht haben, will im Saarland ein neues Konzept vorstellen. Erwerbslosenverbände sprechen von einem schlechten Scherz.

Das neue Engagement des Arbeitsmarktexperten Peter Hartz ist in ersten Reaktionen scharf kritisiert worden. Der einstige VW-Manager und Namensgeber der Arbeitsmarktreformen will am Donnerstag ein Konzept zur Motivation von Langzeitarbeitslosen vorstellen, das später in der ARGE Saarbrücken getestet werden soll.
Das Erwerbslosen Forum Deutschland sprach am Donnerstag von einem schlechten Scherz und einem Schlag ins Gesicht vieler Hartz-IV-Bezieher. «Wir gehen davon aus, dass Peter Hartz Lustreisen für Langzeitarbeitslose und deren Coachs in seinem Konzept nicht vorgesehen hat», kommentierte lakonisch der Sprecher des Erwerbslosen Forums Deutschland, Martin Behrsing.

Niebel: «Falscher Heilsbringer«

Das Vorhaben der Bundesagentur für Arbeit zeige, welche Instinktlosigkeit inzwischen in Sozialbehörden vorherrsche. Mit Hartz werde nun ausgerechnet die Person ins Boot geholt, für die bei der Verwirklichung von Unternehmenszielen weder moralische Grenzen noch kriminelle Machenschaften ein Tabu seien. Zudem stehe sein Name für die «Hartz-Unreformen», die für viele bittere Armut, Perspektivlosigkeit und Hungerlöhne gebracht hätten.

Ähnlich harsch äußerte sich FDP-Generalsekretär Dirk Niebel. «Herr Hartz ist angesichts seiner Vorgeschichte der letzte, der mir als Motivationstrainer für Langzeitarbeitslose einfällt», sagte er in einem Interview mit dem «Hamburger Abendblatt». Das Saarland sollte sich «als Experimentierfeld für falsche Heilsbringer zu schade sein». Hartz war im Januar 2007 als ehemaliger VW-Arbeitsdirektor in der Affäre um Lustreisen und andere Vergünstigungen für Betriebsräte zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. (AP)

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