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Körpersprache im Beruf: 

Wie man dem Chef die warme Schulter zeigt

05. Sep 2008 13:48, ergänzt 08. Sep 2008 13:15
Meister der Körpersprache: Marcel Marceau
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Über Schulterhöhe gestikulieren oder die Fußspitzen ins Nichts halten – schon sendet man dem Vorgesetzten falsche Signale. Achtung, Sekundenschläfer: Der Kopf sollte immer aufrecht gehalten werden.

Im Berufsalltag spielt die Körpersprache eine oft unterschätzte Rolle. Führungskräfte senden ihren Mitarbeitern dadurch Signale: Blickkontakt zum Beispiel wirkt souverän und konzentriert und erleichtert gleichzeitig, die Gefühlslage des Gegenübers besser einzuschätzen. Gesten während eines Gesprächs können die Bedeutung des Gesagten verstärken, so der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn. Nach oben geöffnete Hände zum Beispiel laden den Gesprächspartner ein, sich einzubringen. Leicht geballte Hände signalisieren: «Packen wir es an!»

Tabu sollten dagegen hektische Bewegungen mit Armen und Händen sein. Ebenfalls abzuraten ist davon, die Hände oberhalb der Schultern zu bewegen - das wird unbewusst als bedrohlich interpretiert. Schon die Kopfhaltung kann Botschaften aussenden: Häufiges Drehen oder Nicken macht einen unsouveränen Eindruck. Den Kopf aufrecht zu halten signalisiert dagegen zweierlei: die Fähigkeit, sich zu behaupten, und die Offenheit gegenüber Informationen.

Fußspitzen auf das Ziel richten

Wie überzeugend jemand seinen Standpunkt vertritt, hat oft auch damit zu tun, wie seine eigene Standhaltung wirkt: Zu empfehlen sei, mit den Beinen hüftbreit und mit lockeren, nicht ganz durchgedrückten Knien zu stehen. Die Füße sollten in jedem Fall sicher auf dem Boden stehen - das ist die beste Voraussetzung dafür, auch beim Argumentieren sicher rüberzukommen. Die Fußspitzen sollten immer auf das ausgerichtet sein, auf das man sich gerade konzentriert - während des Gesprächs also auf das Gegenüber.

Tief in den unteren Rücken atmen

Bei Verhandlungen und Diskussionen hängt die Überzeugungskraft aber nicht zuletzt auch von der Stimme ab. Wenn sie vor Stress zu kippen droht, hilft die richtige Atmung beim Gegensteuern: Dazu muss tief in den Bauch, die Seiten und den unteren Rücken geatmet werden. Dadurch senkt sich das Zwerchfell, und die Stimme wird automatisch ruhiger, der Betreffende klingt dann weniger hektisch.

Unbeabsichtigte Signale werden aber nicht nur durch die Stimme, sondern auch durch den Gesichtsausdruck vermittelt. Vorgeschobene Lippen sind ein feindliches Signal, zurückgezogene sind ein Zeichen für Angst. Dagegen können leicht angespannte Lippen durchaus etwas Positives zum Ausdruck bringen: Sie lassen den Betreffenden konzentriert erscheinen. (dpa)

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